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Geburtstag feierte und in 25 Tagen nach exakt sechs Jahren – verletzungsbedingter – Abwesenheit ihr Comeback am Rettenbachferner gibt. Die Vorarlberger Weltcup-Skirennläuferin Elisabth Kappaurer hat sich bei einem Trainingssturz am Dienstag in Argentinien schwere Verletzungen zugezogen. Die 30-Jährige war seit 2017 Teil des österreichischen A-Kaders und ging vor allem in den Disziplinen Slalom und Riesentorlauf an den Start. Den größten Erfolg ihrer Karriere feierte sie bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2014 mit dem Sieg in der Super-Kombination. Nach einer von Verletzungen geplagten Zeit zieht die Vorarlbergerin nun einen Schlussstrich.
Nach Sturz im Super-G: Diagnose bei Kappaurer ist da
„Ich habe mir viel Zeit gelassen, bin mit der Entscheidung aber happy. Das Karriereende ist keine Niederlage für mich“, sagt Kappaurer. „Ich bin die geborene Volksschullehrerin“, sagt die Tochter des ehemaligen Bildungsdirektors von Vorarlberg. „Ich glaube, ich habe die Gene meines Vaters“, schmunzelt sie und verrät, dass sie früher eher Richtung „Kindergartentante“ tendierte. So nutzte sie ihre schmerzhafte Rennpause dazu, Fortbildungen zu besuchen und ein Praktikum an der Schule zu machen. Wobei, so ganz ohne Spitzensport ließ die Athletin die Zeit nicht verstreichen.
- „Die letzten Wochen waren nicht immer einfach, aber im Großen und Ganzen ist alles ganz gut verlaufen und ich bin recht happy.
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- Doch die Vorarlbergerin gab nie auf, kämpfte sich zurück und fuhr im vergangenen Winter schon wieder in die Top 15.
- „Das Trainerteam war in die Jahre gekommen, wir haben massive Wechsel vorgenommen“, sagt er.
Alpine ÖSV-Kader mit fünf Salzburger:innen gespickt
Aber da hilft eigentlich nur, die Situation anzunehmen und den Fokus wieder nach vorne zu richten. Nach der OP kann ich zeitnah mit der Reha beginnen, und wenn alles nach Wunsch verläuft, wäre es mein Ziel, Ende November in Killington wieder dabei zu sein,“ so Elisabeth Kappaurer. „Natürlich fragt man sich, warum erneut ein Rückschlag passieren muss. Nach der OP kann ich zeitnah mit der Reha beginnen, und wenn alles nach Wunsch verläuft, wäre es mein Ziel, Ende November in Killington wieder dabei zu sein“, sagte die 30-jährige Vorarlbergerin.
Daniel Zugg beendet seine Weltcup-Karriere
Die Bilder ihrer Rückkehr im Rollstuhl sind präsent, ebenso die Tatsache, dass es zurück in der Heimat gleich wieder ins Krankenhaus ging. Vier Jahre später ist sie nicht nur um viele Erfahrungen reicher, sie ist auch als Mensch gereift. Das Leben nach der Verletzung hat sie nicht nur gelehrt, die Tage auf Schnee noch mehr zu genießen, sie weiß inzwischen sehr genau, wie ihr Weg nach dem Karriereende aussehen wird. Es war 2018, als sich Elisabeth Kappaurer beim Training in Saas Fee das Schien- und Wadenbein links gebrochen hat.
Das goldene Herrenteam mit Zugsführer Dominik Landertinger, Zugsführer Sven Grossegger, Zugsführer Bernhard Tritscher und Korporal Simon Eder konnte Deutschland I (Silber) und Ukraine (Bronze) hinter sich lassen. Gefreiter Elisabeth Kappaurer gewann WM-Gold vor Maren Wiesler (GER, Silber) und Korporal Elisabeth Reisinger erreichte Platz 3. Team-Gold ging an Gefreiter Elisabeth Kappaurer, Korporal Stephanie Resch und Gefreiter Elisabeth Reisinger vor Deutschland (Silber) und Schweiz (Bronze).
Abschied mit einem guten GefühlIm Oktober 2024 erlitt sie bei einem Trainingssturz in Sölden eine Knorpelfraktur im linken Knie. Nach einer Operation gab sie im November in elisabeth-kappaurer.at Killington (US) ein Blitzcomeback, verpasste aber die Quali und verlor vor dem Rennen am Semmering ihren Startplatz im ÖSV-Team. Im Jänner unterzog sich die Head-Pilotin noch einer OP, ehe sie nun den Schlussstrich zog.
Ski Alpin
Der neue Spartentrainer Christian Perner soll aber den richtigen Schwung zurückbringen. Als Topfavoritin gilt Mikaela Shiffrin, die Jagd auf ihren 98. Sölden-Vorjahressiegerin Lara Gut-Behrami startet nach einer hartnäckigen Grippe nicht voll fit. „Ein qualitativ gutes Training ist einfach nicht möglich, wenn man nicht schmerzfrei ist. Auch wenn dieser Schritt wieder eine längere Rehaphase bedeutet, bin ich erleichtert, mich dafür entschieden zu haben“, wurde die ÖSV-Technikerin in einer Aussendung zitiert. Die 29-jährige Vorarlbergerin bekommt eine Schiene, mit der sie Skifahren kann.
Auf diesen Wissensschatz greifen wir bei unsperem Athletenmanagement zurück und bieten zielgerichtete Hilfestellungen an. Unseren Athletinnen und Athleten begegnen wir immer auf Augenhöhe. Gemeinsam schaffen wir genau das passende Setting für die persönliche Weiterentwicklung und sportliche Erfolge. Die schweren Pistenverhältnisse im Piemont waren zwar keine Hilfe, aber auch kein Hindernis. "Es war ein brutaler Fight von oben bis unten. Mir hat es getaugt, es war schwer, aber jetzt kann ich umso mehr strahlen." Ein gutes halbes Dutzend Mal stand die Vorarlbergerin bisher im Weltcup in den Top 15. Platz elf in der alpinen Kombination von Crans Montana im Februar 2017 steht als bestes Resultat zu Buche.
Es gibt in Vorarlberg keine einzige permanente Trainingsstrecke. „Wir betreiben einen Sport de facto ohne Sportstätten“, kritisiert Ortlieb. Wie sich ein Start beim Weltcupauftakt in Sölden anfühlt, weiß Elisabeth Kappaurer. Auch wenn ihr „letztes Mal“ verletzungsbedingt schon sechs Jahre her ist. „Egal, wie viel und gut du davor trainierst – du weißt nie, ob du wirklich parat bist“, sagt „Lisi“, die vorigen Samstag ihren 29.
